TEN YEARS AFTER
in der deutschen Presse

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TEN YEARS AFTER HEADLINER
beim Brienzer Seerockfestival (CH) am 31. Juli 2008

Wir bedanken uns bei Hans-Peter Grossmann für die Zusendung des Artikels

 

  

9 Mai 2008,   SoundDock14,   Dietikon / Schweiz

 

Herzlichen Dank an Roland Nilles (Kultopolis) für den Artikel

 

 

   

26 April 2008 - Ten Years After in Ternitz, Österreich

 

 

  

Definitiv keine Rentnertruppe


11.02.2008

REICHENBACH: Woodstock-Legende Ten Years After im H2O frenetisch gefeiert - Drei Bandmitglieder der ersten Stunde auf der Bühne

 
Von Brigitte Gerstenberger

Es gibt einfach Bands, bei denen die pure Nennung des Namens reicht, um die Fans in kollektive Verzückung zu versetzen. Ten Years After gehören dazu. Seit Jahrzehnten hält die Anhänglichkeit der Uralt-Fans die Band am Leben und so kamen sie von nah und fern angereist, um am Freitagabend im H2O die Woodstock-Legende live zu erleben. Der Stil der Briten ist einmalig und ihr Sound unverwechselbar. Das Aus der Band erfolgte zwar schon 1975, doch von der Bildfläche verschwunden war sie eigentlich nie. Für nostalgische Auftritte fand die Gruppe immer wieder zusammen. 2004 gab es die Reunion von TYA, freilich ohne den legendären Gitarristen und Frontmann Alvin Lee, der durch den Jungspund Joe Gooch ersetzt wurde. Leon Lyons, Bass, Chick Churchill, Keyboards, und Ric Lee, Schlagzeug, sind jedoch Bandmitglieder der ersten Stunde.Ein Hardcore-Fan von Ten Years After, Jockel aus Gomadingen, hatte sich verfahren und landete auf der Suche nach der Band zunächst in Winterbach. Zu den letzten Hard-and-Heavy-Riffs der Vorband Golden Dawn aus Göppingen hatte er es dann geschafft. So kam ihm die Umbaupause gelegen, um sich von seiner Irrfahrt zu erholen. Gelegenheit, zu fachsimpeln. „Ten Years After ohne Alvin Lee? Ist das nicht etwa so wie die Stones ohne Mick Jagger oder Led Zeppelin ohne Robert Plant?“ Mit dem ersten Song des Abends „I‘m Coming On“, ein Titel aus dem Watt-Album von 1971, war klar, dass Joe Gooch ein technisch begnadeter Gitarrist und Sänger ist. Mit seinen 30 Jahren fegt er beinahe so wieselflink übers Griffbrett wie einst sein Vorgänger Lee, damals als „schnellster Rockgitarrist aller Zeiten“ tituliert.Schnell ist der enthusiastisch jubelnden, zuweilen Air-Gitarre spielenden und im Verlauf des Abends immer häufiger headbangenden Ü50-Fangemeinde klar, dass hier definitiv keine Rentnertruppe mit Familiensprössling auf der Bühne steht. Äußerlich gealtert, innerlich jedoch jung geblieben, steht die Band gewaltig unter Strom. Klassiker wie „Hear Me Calling“ aus dem „Stonedhenge“-Hitalbum von 1968, „Can‘t Keep From Crying, Sometime“ (Undead 1968) oder „Love Like a Man“, Cricklewood Green-Album 1970, wurden kraftvoll dampfend mit viel Spielfreude inszeniert. Offenbar hat sich hier eine Legendenband neu erfunden, dank Gooch, der freilich nicht ganz wie Lee klingt. Technisch zwar brillant, fehlte ihm das letzte Quäntchen Imagination. Aber er verstand es durchaus zu faszinieren, mit wunderbar flüssigen Soli nebst eigenständigen Interpretationen und aufregenden Instrumental-Duellen mit Keyboarder Chick Churchill.

Musikalischer Feuersturm

Mit ungeheuerem Feuersturm fegte Leo Lyons über die Bass-Saiten und versprühte dabei richtig gute Laune, ebenso wie der redselige Maestro an den Drums, Rick Lee. Dessen perfekt vorgetragenes Schlagzeugsolo „Hobbit“ durfte ebensowenig fehlen wie der ewig währende, heiße Woodstock-Hit „I‘m Going Home“. Unter frenetischem Applaus und bald vierzig Jahre nach Woodstock hat Ten Years After erfolgreich und unverkrampft ihre Musik aus den 60er Jahren ins noch junge dritte Jahrtausend hinübergerettet.

 

Vielen Dank an Roland Nilles (KULTOPOLIS) für die Zusendung der Artikel